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Alkohol und Bier bei Gicht

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Alkohol und Bier bei Gicht 2017-04-02T10:26:24+00:00

Dass Alkohol der Gesundheit sowieso nicht besonders zuträglich ist, ist bekannt. Bei Gicht erhöht der Alkoholkonsum den Harnsäurewert und führt daher einem erhöhten Risiko an Gicht zu erkranken. Daher war Alkohol lange Zeit auf der Tabu-Liste bei Gicht. Heute wird das Thema ein klein wenig flexibler interpretiert.

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass Alkohol die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren hemmt. Und dass alkoholische Getränke reichlich Purin mit sich bringen, welches der Körper wieder in Form von Harnsäure ausscheiden muss. Die negative Wirkung von Alkohol belegen auch anerkannte Studien.

Gicht durch Alkohol

Nach der Studie “Alcohol intake and risk of incident gout in men: a prospective study” von Hyon Choi

Ein halber Liter Bier oder 0,25 Liter Wein enthalten übrigens ca. 20 Gramm Alkohol.

Besonders schädlich bei Gicht: Bier

Allerdings zeigen die gleichen Studien auch, dass es nicht völlig egal ist, welche Art von Alkohol man zu sich nimmt. Bier erhöht das Risiko einer Gichterkrankung stärker als Spirituosen. Wein scheint keinen Einfluss auf das Risiko einer Gichterkrankung zu haben. Man nimmt an, dass das schlechte Abschneiden von Bier durch seinen hohen Anteil an Purinen veranlasst ist, daher ist auch das Ausweichen auf alkoholfreies Bier keine gute Lösung.

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Tipp:

Hier geht es zum Video: Ernährung bei erhöhten Harnsäurewerten und Gicht
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Wie sollte der Gicht-Patient mit Alkohol umgehen?

Oft wird dem Gicht-Patienten empfohlen, komplett auf alle Arten von Alkohol zu verzichten. Das ist sicherlich ein guter Ratschlag, der jedoch von den meisten Gicht-Patienten nicht dauerhaft befolgt wird. Darum sollte Alkohol nicht generell als verboten angesehen werden. Ist der Harnsäurewert unter Kontrolle (also kleiner als 6 mg / dl), ist ein gelegentliches Glas Bier oder Wein kein wirkliches Problem. Wobei die Betonung auf “gelegentlich” liegt; jeden Abend zwei Bier ist schon nicht mehr im grünen Bereich.

Kaffee und Tee sind bei Gicht übrigens erlaubt (auch wenn früher davon abgeraten wurde). Sie enthalten zwar auch Purine, diese werden jedoch nicht zu Harnsäure abgebaut.

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