GichtInfo.de ist unabhängig, werbefrei und ohne finanzielle Interessen.

Gicht durch Fructose in Softdrinks und Früchten

/Gicht durch Fructose in Softdrinks und Früchten
Gicht durch Fructose in Softdrinks und Früchten 2017-05-01T11:25:38+00:00

Nicht-alkoholische Getränke sind eigentlich für Gicht-Patienten problemlos. Allerdings treiben Softdrinks, bei denen der Hersteller aus Kostengründen Zucker durch Fructose ersetzt hat, den Harnsäurewert unnötig nach oben.

Insbesondere in Limonaden ersetzt die Lebensmittelindustrie den normalen Zucker verstärkt durch Fructose (auch als Fruktose oder umgangssprachlich als Fruchtzucker bezeichnet). Fructose kommt in der Natur in vielen Früchten (z. B. Äpfeln, Birnen, Weintrauben) vor. Für den industriellen Gebrauch wird sie jedoch preiswert aus Maisstärke hergestellt. Sie süßt etwa 20 Prozent stärker als normaler Haushaltszucker.

Im Körper wird zum Abbau der Fructose der Energieträger ATP verbraucht; zurück bleibt über mehrere weitere Abbaustufen letztendlich Harnsäure! Schon wenige Minuten nach dem Konsum eines fructosehaltigen Getränks steigt der Harnsäurewert im Blut an.

Link zur Studie (englisch, wissenschaftlich):

Gichtkranke sollten bei Soft-Drinks auf jeden Fall einen Blick ins Kleingedruckte (sprich die Zutatenliste) werfen und fructosegesüßte Getränke zumindest nicht regelmäßig trinken. Keine Gefahr geht von mit normalem Zucker gesüßten Getränken aus (wenn man mal vom der negativen Wirkung auf das Körpergewicht absieht) sowie von mit Süßstoffen gesüßten Getränken.

Neben Fructose erhöhen auch die Zuckeraustauschstoffe Xylit und Sorbit den Harnsäurewert, wenn Sie in größeren Mengen konsumiert werden.

Obst enthält Fructose. Ist es bei Gicht trotzdem erlaubt?

Praktisch alle Obstsorten und Fruchtsäfte enthalten nennenswerte Mengen an Fructose. Und Früchte in verarbeiteter Form (z. B. getrocknet oder als Marmelade) können verglichen mit dem frischen Produkt einen deutlich erhöhten Fructosegehalt aufweisen.

Auch bei Obst führt die enthaltene Fructose zu einer erhöhten Entstehung von Harnsäure. Allerdings geht man davon aus, dass bei Obst der gesundheitsfördernde Wert als wichtiger anzusehen ist als die negative Wirkung der Fructose. Daher kann Obst in den üblichen Mengen durchaus weiter gegessen werden.

Mit einem Freund teilen