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Gicht und Übergewicht

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Gicht und Übergewicht 2016-12-10T08:56:54+00:00

Gicht wird auch als die “Krankheit der Könige” bezeichnet. Entsprechend wurden Gichtkranke bildlich auch gerne als gut genährte und wohlhabende Menschen dargestellt. Diese Darstellung war nicht ganz unberechtigt, denn diese Wohlhabenden hatten (im Gegensatz zur armen und schlecht ernährten Masse der Bevölkerung) zwei wichtige Faktoren zu ihren Ungunsten verändert: Sie ernährten sich zu purinreich (hoher Fleischkonsum) und sie hatten Übergewicht.

Übergewicht führt zu verstärkter Bildung von Harnsäure und zu verringerter Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren. Umgekehrt führt eine Verringerung des Körpergewichts zu einer Reduktion des Harnsäurewertes. Der übergewichtige Gichtkranke ist also gut beraten, zusätzlich zur medikamentösen Behandlung und zum weitgehenden Verzicht auf Alkohol auch an seinem Gewicht zu arbeiten. Und von Übergewicht wird meist bei einem Bodymassindex (BMI) von über 25 ausgegangen.

Zur Ermittlung Ihres BMIs können Sie den BMI-Rechner rechts oben auf der Seite benutzen.

Kategorie BMI
Starkes Untergewicht < 16  Untergewicht
Mäßiges Untergewicht 16 – 17
Leichtes Untergewicht 17 – 18,5
Normalgewicht 18,5 – 25  Normalgewicht
Präadipositas 25 – 30  Übergewicht
Adipositas Grad I 30 – 35  Adipositas (Fettleibigkeit)
Adipositas Grad II 35 – 40
Adipositas Grad III >= 40

 

Übergewicht bei Gicht langsam reduzieren

Nun ist das mit der Gewichtsreduktion aber leichter gesagt als getan. Was auf keinen Fall hilft sind Crash- oder Nulldiäten. Diese führen durch den Abbau von Körperzellen zur erhöhten Freisetzung von Purinen. Außerdem ist die durch sie erzielte dauerhafte Gewichtsreduktion im besten Fall gleich Null.

Bessere Erfolgsaussichten haben langsame Gewichtsreduktionen und eine Umstellung der Ernährung. Hierzu finden sind massenhaft gute (und mindestens ebenso viele schlechte) Ratschläge im Internet. Was Ihnen auf Ihrem persönlichen Weg zur langsamen Gewichtsreduktion vielleicht helfen kann:

  • Ihr Hausarzt
  • Bewegung und Sport (vielleicht auch Fitnessstudio oder Kieser Training)
  • langsame Ernährungsumstellung
  • regelmäßige Gewichtskontrolle
  • Abnehmen in der Gruppe / Treffen mit Gleichgesinnten (kann auch im Internet sein).
  • Das Führen eines Ernährungstagebuchs
  • Oder versuchen Sie es mit dem japanischen “hara hachi bu” (iss bis du zu 80 Prozent satt bist).

 

Zum Video

Tipp:

Hier geht es zum Video: Ernährung bei erhöhten Harnsäurewerten und Gicht
Zum Video

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