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Gichtknoten / Gichttophi

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Gichtknoten / Gichttophi 2017-05-01T10:58:09+00:00

Gichtknoten bilden sich bei Menschen, die bereits seit längerer Zeit mit einem erhöhten Harnsäurewert leben. Der Fachbegriff für Gichtknoten lautet Gichttophus, Mehrzahl Gichttophi (vom lateinischen Tophus = Stein). Hierbei handelt es sich um meist schmerzfreie kleine kugelige Ablagerungen von Harnsäure unter der Haut. Sie können überall auftreten, bevorzugt bilden Sie sich jedoch in kühleren Körperregionen, da hier die Harnsäure leichter auskristallisiert. Man findet sie typischerweise an der Ohrmuschel, an Füßen, Knien, Ellenbogen, Handgelenken und Fingern. Sie können aber auch am Kehlkopf, an der Achillessehne oder an einem großen Schleimbeutel des Kniegelenks (Bursa praepatellaris) auftreten.

Was sind Gichtknoten?

Die Bildung von Gichtknoten ist ein Hinweis auf eine bereits lange vorliegende Gicht. Oft ist es bereits zu mehreren Gichtanfällen gekommen, bevor sich die ersten Gichtknoten zeigen. Gichtknoten sind fast immer ein Hinweis auf eine nicht oder nicht ausreichend behandelte Gicht. Gichtknoten bilden sich meist nach über zehn Jahren mit erhöhtem Harnsäurewert. Erst in höherem Alter entstehen die Gichtknoten schneller; hiervon sind insbesondere Frauen betroffen.

Gicht-Tophi erscheinen zuerst als kleine, oft weißliche Verdickungen unter der Haut von Ohrmuscheln, Fingern, Zehen, oder in der Nähe von Fußgelenk oder Ellenbogen, Zuerst nur winzig können sie mit der Zeit größere Beulen bilden. Der Inhalt der Tophi lässt sich oft etwas unter der Haut verschieben und ist bei kleineren Knoten schmerzfrei.

Gichtknoten am Ohr Gichtknoten am Ohr
 Gichtknoten am Ohr  Gichtknoten am Ohr
 Gichtknoten am Ringfinger  Gichtknoten am kleinen Finger
 Gichtknoten am Ringfinger  Gichtknoten am kleinen Finger
Mehrere Gichtknoten an den Fingern Fingertophus
Mehrere Gichtknoten an einer Hand Gichtknoten am Finger
Hauttophus Großer Ellbogen-Tophus
Hauttophus Großer Tophus am Ellenbogen
Bilder mit freundlichen Genehmigung von Prof. Dr. Ursula Gresser, www.ursula-gresser.de

Sind Gichtknoten gefährlich?

Anfangs sind Gichtknoten klein, unscheinbar und schmerzlos. Wenn sie wachsen bestehen neben der kosmetischen Beeinträchtigung auch medizinische Risiken. Gichtknoten können die Funktion der Gelenke beeinträchtigen oder aufbrechen und sich schmerzhaft entzünden (Achtung: Nicht mit einem Gichtanfall verwechseln). Außerdem sind Gichttophi ein Anzeichen für eine nicht oder schlecht behandelte Gicht, schon deshalb sollte jetzt eine harnsäuresenkende Behandlung erfolgen.

Behandlung von Gichtknoten / Gichttophi

Wichtig:

Sind Gichtknoten vorhanden, muss unbedingt eine wirksame harnsäuresenkende Behandlung begonnen werden.

Die heute bevorzugte Behandlung von Gichtknoten ist die Behandlung mit Medikamenten zur Senkung des Harnsäurewerts. Ist der Harnsäurewert unter 6,0 mg / dl bauen sich Gichtknoten wieder von selbst ab. Dies geschieht allerdings über einen längeren Zeitraum (sechs bis 24 Monate). Hierbei bauen sich die Gichtknoten umso schneller ab, je niedriger der Harnsäurewert ist.

Eine operative Behandlung der Gichtknoten ist zwar möglich, wird heute aber nur bei sehr großen Tophi oder einer Beeinträchtigung von Gelenken durchgeführt. Eine Alternative zur Operation dieser großen Tophi kann die Behandlung mit Uricase darstellen.

Literatur (englisch, wissenschaftlich)

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