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Schützen Kirschen vor Gicht?

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Schützen Kirschen vor Gicht? 2017-04-02T10:35:15+00:00

Kirschen sind lecker und gesund. Jetzt meldet eine US-amerikanische Studie, dass sich das Risiko von Gichtanfällen durch den Konsum von Kirschen um 35 Prozent reduzieren lässt. Wundermittel? Oder zu schön um wahr zu sein?

Kirschen stehen schon länger in dem Ruf, ein wirksames Mittel zur natürlichen Vorbeugung von Gichtanfällen und zur Senkung des Harnsäurewertes zu sein. Jetzt liegt eine erste Studie zu diesem Thema vor, die Kirschen (egal ob als Frucht, Saft oder Konzentrat) eine spürbare Wirkung in der Vorbeugung der Gicht zuschreibt.

Die Studie meldet die besten Erfolge bei einer “Einnahme” von zwei bis drei Portionen täglich zu je etwa 10 Kirschen. Ein ähnliches Ergebnis lässt sich durch Kirschprodukte (also insbesondere Kirschsaft) erzielen.

Verantwortlich für die positive Wirkung der Kirschen könnten die in ihnen enthaltenen Anthocyane sein. Anthocyane sind pflanzliche Farbstoffe, die Blüten und Früchten ihre rote, bläuliche oder schwarze Farbe verleihen. Sie wirken (ähnlich wie z. B. Vitamin C) antioxidativ und möglicherweise auch entzündungshemmend.

Schützen Kirschen denn jetzt vor Gichtanfällen?

Es handelt sich um die erste wissenschaftliche Studie zu diesem Thema. Erst die Zukunft wird zeigen, ob Gicht-Patienten zukünftig mit Kirsch-Extrakt (vielleicht sogar in Tablettenform?) ihr Risiko von Gichtanfällen senken können. Auf jeden Fall sind die Kirschen kein Allheilmittel gegen Gicht. Wenn das Risiko von Gichtanfällen um 35 Prozent sinkt, dann bleiben immer noch 65 Prozent über!

Wenn Sie möchten, dann greifen Sie zu Kirschen und Kirschsaft. Kirschen sind definitiv lecker und gesund. Ob Sie aber Geld für hochpreisiges (oft als Wundermittel gegen Gicht angebotenes) Sauerkirschsaftkonzentrat ausgeben, sollten Sie sich gut überlegen. Erhoffen Sie sich nicht zu viel und beenden Sie die Einnahme von harnsäuresenkenden Medikamenten nicht.

Link zur Studie (englisch, wissenschaftlich):

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