GichtInfo.de ist unabhängig, werbefrei und ohne finanzielle Interessen.

Spargel bei Gicht erlaubt

/Spargel bei Gicht erlaubt
Spargel bei Gicht erlaubt 2017-04-02T10:30:10+00:00

Spargel (lateinisch: Asparagus) ist ein beliebtes Saisongemüse. Je nach Wetter beginnt die Spargelsaison Anfang bis Mitte April und endet klassischerweise am 24. Juni. Gemüsespargel hatte (wie auch Blumenkohl, Spinat und Pilze) den Ruf Gichtanfälle auszulösen und sollte daher nicht auf dem Speiseplan von Gichtpatienten stehen. Heute sieht man das jedoch gemäßigter.

Spargel enthält für ein Gemüse relativ viel Purin und Harnsäure. Verglichen mit Fleisch allerdings steht der Spargel gar nicht so schlecht da.

Heute geht man allgemein davon aus, dass die in Gemüse enthaltene Harnsäure keine relevante Ursache für Gichtanfälle ist. Und dies gilt auch für den Spargel. Wahrscheinlich ist eher die Gesamtkomposition des Essens (Fleisch, Soße, Bier / Schnaps, …) als problematischer anzusehen als der Spargel selbst. Daher gilt heute üblicherweise die Aussage, dass gelegentlicher Spargelgenuss in moderaten Mengen (also nicht viel mehr als ein Pfund pro Person) als unproblematisch angesehen werden kann.

Der größte Teil der Purine im Spargel sitzt übrigens im Spargelkopf. Daher ließe sich der Spargel “entschärfen”, indem die Spargelköpfe nicht mitgegessen werden. Aber wer möchte das schon?

Spargel enthält übrigens Asparaginsäure. Diese wird im Körper von einem Enzym aufgespalten und ihre schwefelhaltigen Abbauprodukte werden mit dem Urin ausgeschieden. Sie geben dem Urin einen markanten Geruch, ähnlich dem Drüsensekret des Stinktiers. Nicht jeder Mensch verfügt über das nötige Enzym, wo es fehlt wird die Asparaginsäure direkt und geruchlos mit dem Urin entsorgt. Die Asparaginsäure hat für das Thema Gicht keine Bedeutung.

Mit einem Freund teilen